Interventionsteam

05. OKT 2017 Informationen

Konflikte unter Kindern und Jugendlichen gehören zum Alltag und sind ein selbstverständlicher Teil ihrer Entwicklung. Sie lernen, Freundschaften zu schließen, Allianzen zu schmieden, ihren Standpunkt zu vertreten, Kompromisse zu finden, aber auch sich durchzusetzen und abzugrenzen. Bewährte Beziehungen werden auf die Probe gestellt, manche zerbrechen, neue Bindungen werden geknüpft. Das ist gelegentlich schmerzhaft und anstrengend.

In den meisten Fällen lösen sich die Schwierigkeiten nach einer gewissen Zeit auf, Eltern, Freunde und Lehrkräfte helfen dabei, man entschuldigt und verträgt sich wieder. Doch nicht immer klappt das, wie erhofft.  Der Streit flammt wieder und wieder auf, der Konflikt scheint festgefahren und belastet die Betroffenen, unter Umständen auch die Klasse als Ganzes.

Um solchen Entwicklungen vorzubeugen und das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen für die Entstehung von Konflikten zu schärfen, führt unser Interventionsteam bereits in der Orientierungsstufe Klassentrainings durch, bei denen die Schülerinnen und Schüler lernen, sich in die Perspektive ihres Gegenübers zu versetzen und nach festen Regeln Streitigkeiten beizulegen. Erfahrenere Schülerinnen und Schüler können unter bestimmten Voraussetzungen auch durch Peer-Mediation andere MitschülerInnen bei der Konfliktlösung unterstützen.

Auf Anfrage führt unser Interventionsteam auch Mediationen mit Einzelnen oder mit (Klein-) Gruppen durch.

In allen Fällen treffen die Konfliktparteien Ende eine Vereinbarung, die von beiden Seiten getragen wird. Der oder die Klassenleiter ist eingebunden. Nach einer gewissen Zeit findet ein Nachgespräch statt, in dem sichergestellt wird, dass alle Abmachungen eingehalten und der Konflikt dauerhaft beigelegt ist.

Klar zu unterscheiden von den oben beschriebenen Fällen ist Mobbing.

Mobbing wird an unserer Schule nicht geduldet, denn es kann ernste und dauerhafte Folgen für den Betroffene haben. Mobbing ist ein langfristiger Prozess, der durch ein Ungleichgewicht zwischen Akteur und Betroffenem gekennzeichnet ist. Das heißt, dass die Betroffenen über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholt und gezielt schikaniert und/oder absichtsvoll sozial ausgrenzt und dabei erniedrigt werden, während der Akteur sich selbst aufwertet.

Unsere Erfahrung zeigt, dass echte Mobbingfälle an unserer Schule erfreulicherweise sehr selten sind. Dennoch sind wir gut aufgestellt, um bei Bedarf gezielt, angepasst und professionell zu reagieren.

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