Exkursion nach Verdun

24. APR 2018 Aktuelles

An dem verschneiten Donnerstagmorgen des 22.03.18 machten sich die Geschichtsleistungskurse unter der Leitung von Herrn Patzschke und Herrn Dr. Bell auf den Weg nach Verdun, eine heftig umkämpfe Region des 1.Weltkriegs.

Nach drei Stunden Busfahrt waren wir am Verdun Memorial angekommen und besuchten das informationsreiche Museum. Dort erfuhren wir viel Neues über das Ausmaß der 300-tägigen Schlacht um Verdun. Der Geschosshagel beispielsweise war in 160 km Entfernung noch als bassartige Vibration spürbar. Außerdem lernten wir, dass sich unter den kämpfenden Truppen auch viele Kolonialtruppen befanden. Diese waren auf französischer Seite etwa 450 000 Mann stark. Zudem erfuhren wir, dass auch Feldgeistliche den Soldaten zur Seelsorge und Leitung von Gottesdiensten zur Verfügung standen und dass viele Operationen auf Grund von Gesichtsdeformationen und Verlust von Körperteilen stattfanden.

Da das Museum in unmittelbarer Nähe des Ruinendorfs Fleury-devant-Douaumont liegt, bot es sich an, die Kraterlandschaft und die Ruinen zu besichtigen, die das ungeheure Ausmaß und die Brutalität der Kämpfe verdeutlichten.

Im Anschluss besuchten wir eine weitere Gedenkstätte, einen Soldatenfriedhof, auf dem 16000 Gefallene begraben liegen. Direkt nebenan befindet sich das Beinhaus, ein weiterer Teil der Gedenkstätte, in dem sich die Knochen von rund 130 000 französischen und deutschen Soldaten befinden. Für uns war die Anzahl der Kreuze sehr eindrucksvoll und ließ uns der Geschichte, dem Schaden und der Trauer um die Gefallenen sehr nahe kommen.

Nach dem Erkunden der Gedenkstätten war es an der Zeit, das Fort Vaux zu besichtigen. Das Fort besteht aus zwei Etagen. Eine davon diente als Unterkunft. Dort verbrauchten die dort stationierten  Soldaten ihre Zeit. Auf der anderen Etage befanden sich Wasserzisternen, die jedoch am Ende nicht ausreichten, um so viele Soldaten zu versorgen, sodass viele verdursteten. Die Touristen-Führerin erzählte uns, dass durch den Druck der Explosionen oftmals die Öllampen und Kerzen ausgingen und die Soldaten somit im Dunkeln kämpfen und leben mussten.

Nach dieser sehr anschaulichen und informativen Rundführung durch das Fort machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Alles in allem kann gesagt werden, dass wir bei dieser Exkursion nicht nur viel Neues lernen konnten und uns die Geschehnisse des 1.Weltkrieges klarer vor Augen geführt wurden, sondern dass auch die beiden Kurse als Gemeinschaft weiter zusammengewachsen sind.

Text: Nayeli Kohrs, Tim Werra

 

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