Spanien- Austausch der 10. Klassen mit Tarragona

23. MAI 2016 Aktuelles

Spanien- Austausch der 10. Klassen mit Tarragona

Mittwoch, der 06.04.2016: Scheinbar ein Tag wie jeder andere, aber nur scheinbar. Denn heute geht es für uns 24 Schüler und Schülerinnen zusammen mit unseren Lehrern Frau Thees und Herrn Rieger nach Tarragona, eine Stadt in Spanien, die ganz in der Nähe von Barcelona liegt.

Vor uns liegt eine sonnige Woche mit tollem Programm und vielen neuen Menschen, die wir kennenlernen werden. Trotz der Müdigkeit war die Vorfreude morgens am Flughafen riesig und dank kurzfristiger Gepäckumverteilungen hatte schließlich auch jeder Koffer das richtige Gewicht, so dass wir alle ins Flugzeug einsteigen konnten. Nach einem kurzen Flug landeten wir im sonnigen Reus und fuhren 15 Minuten mit dem Bus nach Tarragona, wo wir an der Schule von unseren Austauschschülern schon erwartet und herzlich begrüßt wurden. Bevor wir mit unseren Gastfamilien nach Hause fuhren, bekamen wir noch einen kurzen Eindruck von der „etwas“ anderen Schule. Der Nachmittag war frei, damit wir unsere Gastfamilien kennen lernen konnten, mit denen wir uns alle sehr gut verstanden haben und einige nutzten ihn auch, um an den Strand zu gehen und das warme Wetter zu genießen.

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes hielten uns ein paar der Austauschschüler eine Unterrichtsstunde zu dem Thema „lengua y cultura catalana“, die wirklich sehr unterhaltsam gestaltet war. Daraufhin wurden wir durch die Schule geführt, die ganz anders als unser Gymnasium ist. Sie besteht nur aus einem Gebäude, in dem auch die „Sporthalle“ oder eher der Sportraum ist. Zudem hat man an unserer Schule mehr Freiraum. Alles in allem wussten wir unsere große Schule mit den großen Sporthallen plötzlich sehr zu schätzen. Anschließend gab es dann eine Stadt-Ralley, bei der wir Deutschen in Kleingruppen durch Tarragona liefen und an den einzelnen Sehenswürdigkeiten von den Spaniern interessante Sachen darüber erzählt bekamen. Tarragona ist eine alte Stadt, in der es noch viele schöne Sehenswürdigkeiten aus der Römerzeit zu sehen gibt. Nach dieser Ralley hatten wir wieder Zeit in der Familie, in der viele erneut am Strand waren. Da die Sonne schien und das Meer zwar nicht warm, aber zumindest ertragbar kühl war, ließen es sich ein paar von uns nicht nehmen, schwimmen zu gehen.

Am Freitag hatten wir dann drei Stunden lang Unterricht, bevor wir eine Strandwanderung machten, bei der wir von einem Strand zum nächsten liefen und dabei durch einen wunderschönen Nadelwald kamen. Dann hatten wir Freizeit am Strand, die manche mit Volleyballspielen und andere mit Sonnenbaden verbrachten. Nachmittags hatten wir dann nochmal Zeit in den Familien, bevor wir  mit der ganzen Gruppe Essen gingen. Spät abends gab es dann nochmal ein Highlight: Wir besuchten ein Training von Castellers (=ensayo de castells), das sind Menschen, die Menschentürme bauen, was wirklich sehr beeindruckend war.  Dabei konnten sogar ein paar von uns aktiv mithelfen, den Turm zu sichern!

Das Wochenende war dann komplett zur Gestaltung in den Familien frei und wurde von allen auch mit verschiedenen Aktivitäten genutzt. Viele gingen an den Strand, besichtigten Städte (oder Geschäfte), lernten ihre Gastfamilien besser kennen, und eine Gruppe ging sogar zum Paintball spielen.

Die nächste Woche begann direkt mit einem Ausflug nach Barcelona, der jedoch nur für die deutschen Austauschschüler war; die Spanier mussten den Tag in der Schule verbringen. In Barcelona fuhren wir erst zum Stadion, bevor wir zu Fuß die Stadt besichtigten. Wir besichtigten verschiedene Bauwerke Gaudis, unter anderem die selbstfinanzierte Sagrada Familia, die uns alle wirklich sehr beeindruckt hat, sowie zwei andere Kathedralen, und in der Freizeit waren einige auf dem Markt „la Boquería“, während andere shoppen waren. Abends verbrachten wir dann Zeit in unseren Familien und zumindest die Organisierten unter uns fingen schweren Herzens schon an zu packen.

Wie im Fluge war schon der vorletzte Tag gekommen, der aber noch einmal ganz besonders sein sollte, denn wir fuhren als ganze Gruppe zu dem Freizeitpark Port Aventura, der wirklich große Achterbahnen wie zum Beispiel die Shambala hat.  Dort verbrachten wir den ganzen Tag und hatten glücklicherweise durch nur sehr kurze Wartezeit die Gelegenheit, viele der Attraktionen zu nutzen. Abends gingen wir als ganze Gruppe noch einmal zusammen essen, wobei schon langsam Abschiedsstimmung herrschte.

Eine Woche nach unserer Ankunft in Tarragona fuhren wir dann mit unseren Koffern ein letztes Mal zur spanischen Schule, wo wir zusammen Fotos von unserem Aufenthalt anschauten. Als besonderes Abschiedsgeschenk bekam jeder von den spanischen Lehrerinnen eine Karte mit zwei Fotos, auf der wir unsere Erinnerungen an die jeweilige Person festhalten konnten. So verabschiedeten wir uns dann viel zu früh mit vielen schönen Erinnerungen und teilweise auch vielen Tränen von unseren Austauschschülern und der strahlenden Sonne, bevor wir mit dem Bus zurück zum Flughafen fuhren und dann in Regenwetter mit einem Temperatursturz von 13 Grad zurück ins „schöne“ Deutschland flogen.

 

Celina Jung und Lara Herdegen, 10d

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