INPRAXI 2016

28. JAN 2016 Aktuelles

INPRAXI – viele neue Jobvorstellungen im Angebot

Berufsbildung an der Schule? Wir machen das! Schon zum fünften Mal konnten sich die Schüler am GymNO für ihre beruflichen Zukunftspläne schlau machen. Denn fast 40 Eltern und andere freiwillige Referenten hatten sich diesmal bereiterklärt, ihre Berufe beim Berufsorientierungsforum INPRAXI zu präsentieren – zu erklären,  welches Fach man studieren sollte, wie lange das im Zweifel dauern kann und welche Chancen man mit dieser Ausbildung dann auf dem Arbeitsmarkt hat.

Diese Gelegenheit haben rund 350 Schüler ab Klassenstufe 10 gerne genutzt, um Ärzte, Architekten, Piloten, Grafiker, Journalisten und viele andere zu treffen und Chancen und Risiken des Berufslebens abzufragen.

Das größte Interesse bei den Schülern hat diesmal Silva Glindemann geweckt – die psychologische Psychotherapeutin  macht von Anfang an klar, dass man von diesem Beruf begeistert sein muss, dass man gerne mit Menschen zu tun haben sollte, dass man helfen will. Denn die Behandlung von psychischen Störungen wie Angstzuständen, Ess-Störungen oder Depressionen ist langwierig und geht auch am Therapeuten nicht spurlos vorüber. Die Berufsaussichten sind gut, ja, aber der Ausbildungsweg ist lang und steinig: Voraussetzung ist ein Abitur im Einserbereich und ein Studium der Psychologie, Medizin oder Pädagogik. Erst danach beginnt die eigentliche Therapie-Ausbildung. Und die muss man auch noch selber bezahlen. Doch wer durchgehalten hat, der wird belohnt: mit guten Berufsaussichten, mit einem netten Einstiegsgehalt und mit einer großen Zufriedenheit im Job. Denn das Wichtigste sei doch, dass man den Patienten weiterhelfen kann!

Ganz neu sind in diesem Jahr auch Handwerksberufe bei INPRAXI – denn die sind immer auf der Suche nach Auszubildenden. Und Frank Baumeister geht auch gleich in die Vollen: für ihn ist Schreiner der kreativste Job im Handwerk. Natürlich ist Holz das Material der Wahl, mittlerweile wird aber auch viel mit Glas, Metall und Kunststoff gearbeitet. Denn der Schreiner macht nicht nur die Möbel, er kann auch ganze Räume gestalten, sagt Baumeister. Zusammen mit Innenarchitekten, Glasern und Lichtdesignern hat seine Firma schon ganze Läden ausgebaut, Praxisräume, Vinotheken, Küchen und Kinderzimmer. Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Schreiner, ganz klassisch mit Praxis im Betrieb und Theorie in der Berufsschule. Und wer bei der Prüfung ein ausgefallenes Gesellenstück präsentiert, kann damit sogar Preise gewinnen!

Nur zwei Beispiele dafür, wie Eltern den Schülern bei der Berufswahl weiterhelfen können. Und wie groß das Interesse der Jugendlichen an Hintergrund-Infos und handfesten Tipps ist. Deshalb suchen Armin Stamm vom Schulelternbeirat und “Berufsorientierungs”-Lehrerin Astrid Schleicher immer neue Referenten, um den Schülern auch im nächsten Jahr wieder ein breit gefächertes Programm anbieten zu können – hoffentlich wieder mit großzügiger Unterstüzung von Bildungspartner Eckes. Damit alle gerne wiederkommen!

Dagmar Deilmann-Werra

SEB, AK Kommunikation

(Auf dem Foto: v.l.n.r.: Jonas Pospech - SV, Armin Stamm - SEB, Christel Frey - Schulleitung, Astrid Schleicher - Berufsorientierung, Foto: BRE)

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